Endlich wieder Weide – aber einfach drauf los grasen lassen?
Mit den ersten warmen Tagen wächst nicht nur das Gras, sondern auch die Vorfreude auf die Weidesaison. Trotzdem lohnt es sich, den Start etwas bewusst anzugehen. Denn nach dem Winter ist der Pferdekörper vor allem an Heu gewöhnt – frisches Gras bringt deutlich mehr Zucker, Eiweiß und Wasser mit.
Genau hier setzt das Anweiden an: Statt das Pferd direkt stundenlang auf die Weide zu lassen, beginnt man mit kurzen Einheiten von etwa 10 bis 15 Minuten täglich und steigert die Zeit nach und nach über mehrere Wochen. So kann sich der Verdauungstrakt in Ruhe anpassen.
Ein wichtiger Punkt dabei: Heu sollte weiterhin gefüttert werden, idealerweise auch vor dem Weidegang. Das sorgt dafür, dass das Pferd nicht komplett hungrig auf die Fläche geht und große Mengen Gras auf einmal frisst.
Warum das Ganze? Eine zu schnelle Umstellung kann den Stoffwechsel belasten und Verdauungsprobleme begünstigen. Auch das Risiko für Hufrehe steigt, wenn Pferde plötzlich viel frisches, zuckerreiches Gras aufnehmen.
Gerade bei Ponys, leichtfuttrigen Pferden oder empfindlichen Kandidaten lohnt es sich, besonders genau hinzuschauen und die Weidezeiten eher vorsichtig zu steigern.
Unterm Strich gilt: Mit einem langsamen Einstieg und etwas Struktur wird aus dem ersten Weidegang kein Risiko, sondern ein entspannter Start in die neue Saison.